Eine Datensicherung, ein sog. „Backup“, ist kein Luxus, nichts was Sie bei Gelegenheit mal machen und ganz sicherlich nichts, was Sie einfach überspringen sollten. Einen Datenverlust können Sie nicht verhindern, aber Sie können den verursachten Schaden kontrollieren. Ein Backup – die „DaSi“ (kurz für DAtenSIcherung) – ist Ihre einzige Rückversicherung im Falle des Falles: mit seiner Hilfe können Sie alles wiederherstellen, was Sie an Ihrem Rechner geschaffen oder gesammelt haben.
Was ist ein Backup?
Im Grunde genommen nichts weiter als eine Kopie Ihre Daten, die an einem anderen, separaten Ort vorgehalten wird. Diese Kopie enthält alle jene Daten, die Sie erstellt oder gesammelt haben. Z.B Ihre Briefe, Tabellen, sonstige Dokumente, Bilder, Photos, Musik- und Video-Dateien, schlichtweg all das, was Sie nicht verlieren wollen. Oder nicht dürfen! Mit dem Backup haben Sie eine Kopie all dessen, und im Falle eines Datenverlustes durch einen Festplattenfehler, eine Virusattacke oder simple Fahrlässigkeit müssen Sie lediglich diese Kopie wieder aufspielen.
Wohin mit dem Backup?
Die DaSi – Ihr Backup – gehört auf ein Speichermedium, das „physikalisch“ von Ihrem Rechner getrennt ist. „Physikalisch getrennt“ meint, Sie müssen das Speichermedium von Ihrem PC leicht trennen und es zumindest in den Nebenraum tragen können. Wenn Ihre Festplatte „crashed“ oder ein Virus angreift, nützt es nichts, wenn Sie Ihre Daten lediglich in einem anderen Ordner auf derselben Festplatte haben, nicht wahr. Also nehmen Sie am besten ein USB-Laufwerk, ein optisches Medium (CD/DVD/Blu-ray), einen Online-Service, ja auch Ihr eigener Webspace ist gut dafür.
Welche Daten sichere ich?
Daten, die Sie leicht wiederherstellen können, müssen Sie nicht sichern. Dazu gehören Ihr Betriebssystem und die installierten Programme. Von alle dem besitzen Sie ja eine Lizenz und können Sie bei Datenverlust leicht neu installieren. Ein Backup dieser Dateien ist komplizierter, und der Verzicht darauf kostet lediglich etwas Zeit für die Neuinstallation. Bitte bedenken Sie, dass ein Backup Ihrer Systempartition etwas vollständig anderes ist; das erledigen Sie am besten mit einer Drive Imaging Software.
Idealerweise ist Ihre Festplatte in zwei Bereiche aufgeteilt, sie hat zwei „Partitionen“ (Glücklicherweise kommen die meisten Rechner heute so konfiguriert vom Händler). Eine Partition (Bereich) für die Systemdateien und installierten Programme - normalerweise ist das „Festplattenlaufwerk C:“ – und eine weitere Partition für Ihre Daten – „Festplattenlaufwerk D:“. Eine einfache Antwort auf diese Frage ist also: sichern Sie alles auf Laufwerk „D:“ auf ein Backup-Medium.
Wie oft muss ich meine Daten sichern?
Nun, das hängt offensichtlich davon ab, wie viele Daten Sie sich leisten können zu verlieren. Und natürlich von der Häufigkeit, mit der sich Ihre Daten ändern. Wenn Sie pro Woche nur einen Brief schreiben, brauchen Sie ein Backup nicht so oft wie jemand, der seinen Rechner für die Arbeit nutzt, viel Zeit daran verbringt und täglich jede Menge Dateien erstellt. Eine gute Daumenregel ist vermutlich: sichern Sie Ihre Daten bevor Sie Ihren Rechner für den Tag runterfahren. Ein professioneller Entwickler sichert seine Daten jede Minute, manche gar in „Echtzeit“, d.h. noch während sie schreiben.
Wie sichere ich meine Daten?
Da ein Backup lediglich eine Kopie Ihrer wertvollen Daten ist, haben Sie hier eine gute Auswahl. Nehmen Sie einen Dateimanager und kopieren Sie einfach alles auf ein externes USB-Laufwerk, ja sogar einen USB-Stick. Anschließend synchronisieren Sie lediglich beide. Wenn Sie ein optisches Medium wählen, brauchen Sie zusätzlich noch ein Brennprogramm oder Sie verwenden ein Backupprogramm, das Ihre Daten auch auf CD/DVD sichert.
Verwenden Sie zwei Backup-Medien!
Nehmen wir mal an, Sie sichern Ihre Daten täglich und zwar auf einen USB-Stick. Gerade und genau während dieser Datensicherung macht die Platte einen graziösen Abgang, nimmt Ihr System mit und zerstört auch die Daten auf Ihrem USB-Stick. Nun sind die Originaldaten auf der Platte hinüber und die DaSi (Datensicherung) auf dem USB-Stick. Vielleicht ist das nicht sehr wahrscheinlich, aber möglich allemal, und Ihnen bleibt jetzt nichts weiter als bittere Tränen über den Totalverlust zu vergießen. Was können Sie also tun? Besorgen Sie sich einen zweiten USB-Stick! An den geraden Tagen des Monats benutzen Sie „USB-STICK A“ und an den ungeraden „USB-Stick B“, so dass im Falle einer Katastrophe Sie in jedem Fall noch die Daten von gestern auf dem anderen USB-Stick haben. Das führt zu einem weiteren Rat: lassen Sie Ihr Backup-Medium – z.B. den USB-Stick – nicht in permanenter Verbindung mit Ihrem Rechner. Was machen Sie dann im Falle einer Virusattacke? Entfernen Sie den Stick und bewahren Sie ihn in Ihrem Schreibtisch auf. Wenn die Daten richtig wertvoll sind, dann bringen Sie ihn ins Schließfach in Ihrer Bank.

