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AntiSpam - was machen gegen unerwünschte eMails?

Mehr als 97% aller über das Internet versandten eMails sind unerwünscht.

(Microsoft Security Intelligence Report)

100 Milliarden (!) Spam- oder Junk-Mails – unerwünschte Massen eMail – täglich verursachen einen jährlichen Schaden von Zig-Milliarden Dollar. Das Angebot erstreckt sich von sexuellen Krücken über „heiratswillige“ Frauen zu unglaublichen Geschäftsvorschlägen, die Sie innerhalb „weniger Wochen reich“ machen sollen – je nun: bestimmt reich an Erfahrung. Spam kommt aus der ganzen Welt, die Hauptquellen nach Ländern geordnet finden Sie in der nachfolgenden Graphik (Quelle: Sophos ► 2008):

Selbst wenn Sie nicht vier Millionen Junk-Mails ► erhalten, so stellen die Spam-eMails, die es in Ihr Postfach schaffen, zum einen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, zum anderen wird es einigermaßen schwierig, die eMails zu finden, die Sie tatsächlich lesen wollen. So verschwenden Sie tatsächlich Ihre wertvollste Ressource: Ihre kostbare Zeit. Also ist Ihr erstes Ziel überhaupt zu verhindern, dass Spam oder Junk in Ihrem Postfach landet.

Wie vermeide ich Spam?

Ein Scherzkeks wird Ihnen sagen: „Zurück zur Schneckenpost und dem Leben ohne Internet!“ Das ist aber womöglich nicht die geeignete Lösung für Sie! Wie es mit so manchen Seuchen ist, so ist auch hier die allervorderste Verteidigungslinie, eine Infektion zu vermeiden. Um das zu erreichen müssen Sie überprüfen, ob Ihre grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen auf dem neuesten Stand sind:

Lassen Sie mich das Offensichtliche noch einmal wiederholen: Spam wird Ihrem Postfach zugestellt – an Ihre eMail-Adresse. Wenn es Ihnen also gelingt, diese eMail-Adresse vor Spammern geheim zu halten, dann werden Sie keine „unerwünschte Massenmail“ erhalten – kein Spam, kein Junk. Also schauen wir uns mal Ihre eMail-Politik an!

Wieviele eMail-Adressen brauche ich?

Einfache Frage: zwei und mehr. Eine private Email-Adresse für die Menschen, denen Sie vertrauen, eine öffentliche für alles „Offizielle“ und entferntere Kontakte und eine beliebige Anzahl an Trashmails („Wegwerf“-Adressen), um sich bei Foren, Chat Rooms, kommerziellen Webseiten und Kontakten unbekannter Vertrauenswürdigkeit elektro-postalisch verfügbar zu machen.

Die notwendigen eMail-Adressen

Private Email-Adresse

Erstellen Sie eine vollkommen private eMail-Adresse. Behandeln Sie diese äußerst diskret, ja machen Sie ein Geheimnis draus! Verwenden Sie diese nur im engsten Kreis Ihrer Familie und Freunde – all jener, von denen Sie wissen, dass sie Sicherheit genauso ernst nehmen wie Sie. Verwenden Sie diese eMail-Adresse niemals – wie in nimmer oder auf gar keinen Fall – in Chat Rooms, Foren oder wenn Sie auf einem Blog einen Kommentar hinterlassen.

Öffentliche Email-Adresse

Diese öffentliche eMail-Adresse dient für alles „Offizielle“. Sie benutzen Sie zur Kommunikation mit Ihrer Arbeitsstelle, Ihrer Bank, Ihrem Vermieter und den Menschen, die nicht zum „innersten“ Kreis gehören. Achten Sie auch gut auf diese Adresse, verwenden Sie sie nicht öffentlich sichtbar, zum Registrieren oder zum Bestellen von Newslettern. Als Daumenregel gilt: diese eMail ist für die Korrespondenz mit Menschen, die Sie kennen – zumindest als eMail-Kontakt. D.h. Sie wissen, wem Sie eine eMail schicken und von wem Sie eine eMail bekommen.

Email-Adresse für Informationen

Wenn Sie viele Informationen im Internet aus vertrauenswürdiger Quelle beziehen, dann verwenden Sie hier eine eigene eMail-Adresse. Die brauchen Sie aber nur, wenn Sie wirklich eine Menge Newsletter lesen. Das geht ziemlich bequem, wenn Sie hierfür das eMail-Programm Opera M2 benutzen. Das erlaubt Ihnen ganz leicht und übersichtlich, die in den Newslettern enthaltenen Links zu verfolgen

Wegwerf-Adressen (Trashmails)

Auch Trashmails genannt. Das sind eMail-Adressen, die Sie eigentlich nur einmal verwenden und zwar dort, wo in diesem offen-öffentlichen Raum des weltweiten Netzes jemand Ihre eMail-Adresse begehrt. Sie benutzen sie in Chatrooms, öffentlichen Foren oder wenn Sie sich bei Webseiten anmelden, denen Sie nicht wirklich vertrauen. Nehmen Sie eine solche Wegwerfadresse, wenn Ihnen Ihr gesunder Menschenverstand und Ihre Erfahrung sagen, dass Sie irgendwann endlose „Angebote befreundeter Partnerseiten“ erhalten werden oder auf einer Spamliste landen – ganz gleich wie redegewandt die Datenschutzbestimmungen formuliert sind. Sie haben ja eine Wegwerfadresse verwendet, und genau das tun Sie, wegwerfen nämlich, nicht länger benutzen, sobald Sie entdecken, da kommt nun Post, die Sie gar nicht wollen.

Diese Adressen sind für den einmaligen Gebrauch gedacht, Sie registrieren sich, erzeugen ganz nebenbei, ohne weitere Vorbereitung eine Trashmail-Adresse für diesen einen Anlass, warten auf die Bestätigungsemail, klicken auf den entsprechenden Link und dann vergessen Sie die Adresse ein für alle Mal. Sie brauchen Sie ja nicht mehr.

Sie müssen sich allerdings klar machen, dass diese Adressen, die Trashmail-Adressen, in keinster Weise irgendeine Sicherheit oder Privatsphäre bieten. Dafür sind Sie nicht gedacht. Das Postfach eines solchen Anbieters „gehört“ nicht Ihnen, jeder kann darauf zugreifen und „Ihre“ eMail lesen.

An solche Wegwerf-Adressen gesendete eMails werden in aller Regel nach ein paar Stunden gelöscht, und das geschieht auch mit dieser Wegwerfadresse: nach einer Weile läuft sie einfach ab. Sowohl die eMail-Adresse als auch die empfangene Nachricht haben eine kurze Lebensdauer, es sei denn Sie verfügen über ein Yahoo-Mail-Konto, das Ihnen permanente Wegwerfadressen im Zusammenhang mit einer wirklichen anbietet.

Diese Wegwerf-Adressen oder Trashmails sollen nicht Ihre reguläre „echte“ eMail-Adresse ersetzen, sie dienen nur dazu, Sie im täglichen Kampf gegen Spam zu unterstützen.

TRASHMAIL.NET

Über das Erwartete hinaus bietet TRASHMAIL.NET eine Firefox-Erweiterung, die Ihnen den Umgang mit dem Webdienst erheblich erleichtert. Sie erzeugen mit ihr Wegwerf-Adressen und fügen diese per Kontextmenü und Rechtsklick in das entsprechende Feld ein. Die empfangenen eMails werden an eine reguläre Adresse weitergeleitet, also müssen Sie sich hier gewissermaßen registrieren; wir empfehlen, Sie nehmen für diesen Dienst eine eigene eMail-Adresse, um Ihre regulären nicht zu gefährden.

Zu jedem Zeitpunkt dürfen Sie 300 aktive Wegwerf-Adressen nutzen. Die Adressverwaltung der Firefoxerweiterung unterstützt Sie darin – eine glänzende Funktion. Eingehende Nachrichten werden bis zu 10 mal weitergeleitet – Sie können also maximal 10 Nachrichten empfangen. Die Trashmail selbst läuft nach einem Monat ab. Aber wenn Sie nun die Verwaltungsseite des Dienstes besuchen, können Sie hier von Hand die Fristen erneut auf „Start“ setzen, nicht wahr.

Homepage: Trashmail | Download Erweiterung: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/1813

mailinator

Wenn Ihnen das mit dem Hinterlegen einer wirklichen eMail-Adresse nicht so zusagt, dann ist der mailinator das Richtige für Sie. Dieser Trashmail-Dienst verlangt keinerlei Registrierung. Sie müssen sich lediglich eine Wegwerf-Adresse ausdenken, und fertig ist die Laube. Das geht so:

Die Wegwerf-Adresse des mailinator besteht aus zwei Teilen. Allen Trashmails gemeinsam ist die Domain „@mailinator.com“. Nun überlegen Sie sich einfach einen Anfang dafür, z.B. „fIA6JwnkaVKc“ oder auch „niewiederjunk“. Jetzt haben sie eine Wegwerf-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. (oder auch Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ). Der Anfang der eMail-Adresse ist nur durch Ihre Vorstellungskraft begrenzt oder durch die Anzahl an Kombinationen, die ein Passwortgenerator erzeugen kann.

Auf empfangene eMails greifen Sie über Ihren Browser oder RSS-Feed zu – sehr bequem. Jeder mailinator Wegwerfadresse kann bis zu 10 Nachrichten gleichzeitig vorhalten – allerdings werden diese schon nach ein paar Stunden gelöscht.

Homepage: http://www.mailinator.com/index.jsp

Aktualisiert: Dienstag, den 22. Februar 2011 um 23:30 Uhr

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