Der Funktionsumfang bietet, was Sie erwarten: bekannte Textformatierungen, Standardwerkzeuge zum Editieren des Textes, das Einfügen von Bildern – wenn auch eher im Prinzip. Aber, wenn Sie mit den ebenfalls unterstützten Tabellen klarkommen, dann können Sie die meisten hier entstehenden Formatierungsprobleme elegant umgehen. Was ich vermisse, leider, ist eine Option „Eigenschaften“ für Bilder, Objekte und Tabellen. Das macht es schwierig, einmal getroffene Entscheidungen zu revidieren, wie z.B. einen Tabellenrahmen zu entfernen. Hier kann nachgebessert werden.
Auch wenn die sog. Tabs in der Welt der Textverarbeitung immer noch neu sind, so sind sie doch willkommen. PolyEdit Lite fügt hier eine Funktion „Intuitives Andocken“ hinzu, die es Ihnen erlaubt, Ihre Dokumente nach Gusto zu arrangieren und auch vom Hauptfenster des Programmes abzudocken. Offensichtlich ist Intuition eine sehr individuelle Angelegenheit – daran muss man sich dann schon gewöhnen.
Besonders gefallen hat mir das völlig unproblematische Verschlüsseln der erstellten Dokumente, völlig ohne die Hilfe externer Programme. Das schafft Platz für Vertrauliches auf Ihrer Festplatte, aber auch im eMailverkehr, denn hier können Sie nun leicht Ihr Dokument zuerst mit PolyEdit Lite verschlüsseln, es anschließend als Anhang versenden und dann überreden Sie nur noch den Empfänger, auch PolyEdit Lite zu installieren – fertig ist die Chose.
Mit Hilfe externer Programm lässt sich der Funktionsumfang noch erweitern. So können Sie PDF-Dateien erstellen (PDF-Creator) oder auch (leider nur in Englisch) einen Thesaurus einbinden (WordWeb)
Alles in allem ist PolyEdit Lite eine verlässliche Textverarbeitung, ein kleines Programm mit tollem Funktionsumfang. Einmal gestartet, wartet es im System Tray auf Ihre Anweisung und erfüllt all Ihre tägliche schriftliche Kommunikation. Ein feines Stück Freeware.

