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Desktop Datenbank

Eines der meistverkauften Programme für “Mikrocomputer” damals, in der Computersteinzeit, war ein DBMS (Desktop Database Management System), eine „persönliche“ Datenbank mit dem Namen „dBase“. Dieses Programm war ein riesiger Erfolg, weil dBase vielen Menschen ohne großartige Programmierkenntnisse ermöglichte, ihre eigene, individuelle Datenbank zu erstellen – als persönliche für Bücher oder als geschäftliche für Kunden. Diese Desktopdatenbank – allerdings war der Begriff Desktop damals noch nicht geboren – brachte den Glanz der Fähigkeiten eines Großrechners auf den Büro- oder Heimrechner, von denen es damals auch noch nicht so viele gab. Natürlich alles ein paar „Nummern“ kleiner, denn – ich bitte doch sehr – wir sprechen von PCs mit der atemberaubenden Geschwindigkeit von 4,4 MEGA Hertz. Aber wenn Sie Ihren Karteikasten durch eine dBase-Anwendung ersetzen konnten, war das schon der Mühe wert. Also waren viele Freiberufler und Kleinunternehmen nach Geschäftsschluss am späten Abend bis in die frühen Morgenstunden damit beschäftigt, eigene Anwendungen zur Kundenverwaltung (CRM – Customer Relation Management) zu entwickeln.

Heutzutage, beim gegenwärtigen Funktionsumfang von Tabellenkalkulationen (►Tabellekalkulation oder ►Büroprogramme), deren Fähigkeiten zur Sortierung, Verwaltung und Analyse von Daten, ist die Notwendigkeit einer Desktopdatenbank nicht so ersichtlich, aber darüber werden Sie vielleicht noch einmal nachdenken, wenn Sie mehrere Tabellen zu verwalten und zu synchronisieren haben oder feststellen, dass Ihre Tabelle immer größer wird, weil Sie Spalte um Spalte hinzufügen müssen.

Aktualisiert: Donnerstag, den 24. Februar 2011 um 19:43 Uhr
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