Kostenlose Programme - Warum ist die Platte voll?
Warum ist meine Festplatte voll?
Wohin ist denn all der Plattenplatz verschwunden?

Es gibt da eine Daumenregel, die sich über die Jahre hinweg als wahr erwiesen hat:

Jede Festplatte ist unabhängig von ihrer tatsächlichen Größe innerhalb von drei Monaten zu 90% belegt.

Ist natürlich eine leicht humorige Darstellung der Angelegenheit, während das wirkliche Problem darin besteht:

Wie finde ich große Dateien?
Was verbraucht meinen Plattenplatz?
Welche Dateien kann ich sicher löschen?

Das Werkzeug, das Ihnen diese Antworten liefert, ist ein Festplatten-Browser, ein Disk Space Analyzer. Solch ein Programm durchforstet Ihre Festplatte und zeigt Ihnen sodann die Belegung durch Ordner und Dateien an, in aller Regel als Torten- oder Balkendiagramm. Dort sehen Sie dann den prozentualen Anteil am Gesamtplatz, die tatsächliche Größe und auch die Anzahl der Dateien und finden so leicht die größte Datei auf Ihrer Festplatte und können entscheiden, ob Sie die löschen wollen, und ob das überhaupt eine gute Idee ist.

Drei ‚Klassiker‘ sind in dieser Kategorie zu finden – und ein Programm, das zu erwähnen sich lohnt.

jDiskReport

Eindeutig unsere Wahl. Diese Freeware bietet eine einfache, intuitive und wohlorganisierte Oberfläche. Beim Start entscheiden Sie: wird ein gesamtes Laufwerk oder nur eine Ordnerstruktur – eine Baumstruktur auf der Platte - eingelesen? Nach dem Scan, der zur späteren Verwendung auch gespeichert werden kann, öffnet sich das Programm in einer Zweifenster-Sicht. Links sehen Sie die bereits vom Dateimanager bekannte Baumansicht, und rechts finden Sie die Darstellung des belegten Platzes in der Form Ihrer Wahl: als Torten-, Balkendiagramm oder auch als Tabelle. So sehen Sie auf den ersten Blick den größten Ordner auf Ihrer Platte.

Diese Ansicht nun können Sie auch weiter verfeinern, indem Sie entweder einfach in der Baumansicht navigieren oder aber schlicht ein Segment des Diagramms doppelklicken und so weitere Details in der gewählten Ebene untersuchen. Tabs – Registerreiter – am oberen Rand des Diagrammfensters erlauben die Auswahl verschiedener Ansichten, so z.B.

  • die ersten 50 (größte – älteste – neueste)
  • die Größenverteilung in Torten –Balken – Tabellenansicht
  • das Alter der Dateien in der gleichen Ansicht
  • die Dateitypen in der gleichen Ansicht

Wenn Sie sich eine Datei direkt in Ihrem Dateimanager ansehen wollen, dann rechtsklicken Sie doch einfach und wählen im Kontextmenü „open explorer“. Standardmäßig wird hier der Windows Explorer bemüht, doch können Sie ohne weiteres in den ‚preferences‘ Ihren eigenen einstellen.

Die ‚preferences‘ lassen Sie das Programm nach Ihren eigenen Wünschen einrichten, so z.B. die Anzahl der im Diagramm angezeigten Elemente. Das ‚Look & Feel‘ lässt sich natürlich auch einstellen.

Es gibt für den deutschen Benutzer einen kleinen Wermutstropfen: leider kommt das Programm nur mit einer englischen Oberfläche, die aber so leicht zu bedienen ist, dass dies eigentlich keine Hürde darstellt.

jDiskReport ist ein perfektes Beispiel für den Qualitätsstandard, den Freeware heute erreichen kann. Es ist Software höchster professioneller Qualität, absolut auf der Höhe der Kunst. Eigentlich gibt es nur einen Grund, noch andere Software zu besprechen, die Ihre Festplatte analysiert: es gibt noch weitere Festplattenbrowser. jDiskReport ist allerdings ganz ohne Zweifel unsere erste Wahl und Empfehlung. ++gut!

Homepage
Download
http://www.jgoodies.com/freeware/jdiskreport/
http://www.jgoodies.com/downloads/index.html
System
Sprache
Windows
English




WinDirStat

Ein weiteres hervorragendes Gratis-Programm. Der Scan Ihrer Festplatte wird in einer kombinierten Sicht dargestellt, das Programmfenster zeigt sich dreigeteilt. Oben links finden Sie die bekannte Baumansicht, allerdings integriert in eine sortierbare Tabellenansicht. Damit lassen sich dann auch leicht die größten Ordner, größten Dateien, die Ordner mit den meisten Dateien etc. etc. finden. In diesem Fenster sind auch grundlegende Funktionen eines Dateimanagers integriert. Sie können die ausgewählte Datei öffnen, löschen – ja sogar die Eingabeaufforderung an dieser Stelle öffnen. Natürlich ruft WinDirStat auch Ihren Dateimanager auf.

Rechts sehen Sie die Dateitypen in Tabellenansicht, wieder sortierbar nach verschiedenen Kriterien (Erweiterung, Beschreibung, prozentuale Nutzung, Anzahl der Dateien).

Die untere Hälfte stellt die Festplattennutzung entweder in der Standardansicht oder der ‚Sequoia‘-Ansicht dar. Beide zeigen die Belegung Ihrer Festplatte als ‚Baumkarte‘ (Treemap) in ‚quadratisierten‘ (squarified) Rechtecken. Die größten Rechtecke repräsentieren die größten Teile auf Ihrer Festplatte und so finden Sie sie ganz leicht.

WinDirStat ist ein fast vollständiges Programm, leider können Sie Scans nicht abspeichern, und auch ein, zwei weitere Diagrammtypen sind willkommen.
Homepage
Download
http://windirstat.info/
http://windirstat.info/wds_current_setup.exe
System
Sprache
Windows
Deutsch, English





RidNacs

Wenn Sie eher von der minimalistischen Sorte sind, greifen Sie zu RidNacs. Die einzig verfügbare Darstellung ist eine „sortierbare Baum-Balken-Diagramm-Tabellenansicht“ mit Informationen zu Ordner/Dateigröße, prozentuale Nutzung und die Anzahl der Dateien. Ein Rechtsklick auf einen Eintrag öffnet den Dateimanager und nun können Sie damit tun, was immer Sie wollen.

Den Scan können Sie abspeichern, und möglicherweise ist diese Gratis-Software schon alles, was Sie brauchen.

Das Programm tut eine Sache, und die richtig gut!






Homepage
Download
www.splashsoft.de/Freeware/ridnacs.html
www.splashsoft.de/Freeware/ridnacs.html
System
Sprache
Windows
Deutsch, English




Sequoia View

Im November 2002 ging die Technische Universiteit Eindhoven folgendes Problem an: wenn die Größe von Ordner und Dateien in der herkömmlichen Baumansicht dargestellt werden, kann nur eine begrenzte Anzahl von Dateien/Ordnern gezeigt werden, weil natürlich der Platz auf dem Bildschirm begrenzt ist. Um also das ganze Bild zu bekommen, müssen Sie die Darstellung mit der Bildlaufleiste ‚scrollen‘.

Also setzte die „Universiteit“ anstelle der Baumansicht eine Baumkarte ein und unterteilte den verfügbaren Bildschirmplatz in Rechtecke, Unter-Rechtecke, Unter-Unter-Rechtecke usw. Obendrein entwickelte die Universität das Konzept „quadratisierter“ Rechtecke ein (hier ► gibt es eine gute englische Erklärung).

Warum heißt es Sequoia View? Nun, auf der Homepage des Programms finden wir:

„Wir interessieren uns für die Visualisierung großer Baumstrukturen, und da ist der Sequoia-Mammutbaum die erste Wahl“

Sequoia View verdient hier einen Ehrenplatz, aber wenn Sie wirklich arbeiten wollen, nehmen Sie eins der ersten drei.

Homepage
Download
w3.win.tue.nl/nl/onderzoek/onderzoek_informatica/visualization/sequoiaview//
www.win.tue.nl/cgi-bin/usr/sequoia/download3.cgi
System
Sprache
Windows
English








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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 3. Mai 2009 )